Interessante Themen

Immer wieder Anregungen liefern

Im Sommer 2017 bestand unser Sohn, Daniel Krisinger, die Ausbildereignungsprüfung.

Nun betreut er bereits seinen ersten „Schützling“, denn am 1. September hat Frau Lara Heidtmann ihre Ausbildung zur Bestattungsfachkraft in unserem Unternehmen begonnen. Wir wünschen ihr für die kommenden 3 Jahre alles Gute!

Hier sehen wir die beiden bei der „Einschulung“ in der Berufsschule in Wermelskirchen, welche sie im Blockunterricht besucht.

Wir sind alle ständig online, um uns zu informieren, zu amüsieren, einzukaufen oder mit anderen zu kommunizieren. Inzwischen hat auch das Trauern und Erinnern selbstverständlich einen Platz im Internet gefunden. Eine Betrachtung öffentlicher Trauer.

Trauer kommt im Netz auf ganz verschiedene Arten zum Ausdruck. Viele Menschen äußern sich in den sozialen Netzwerken wie Facebook oder Twitter, wenn sie trauern. Und das nicht nur, wenn sie von einem ihnen nahestehenden Menschen Abschied nehmen müssen – auch beim Tod mehr oder weniger berühmter Persönlichkeiten posten viele Ihre Trauer oder Anteilnahme. Ebenso wird nach Naturkatastrophen, Terroranschlägen oder anderen Unglücksfällen kollektiv öffentlich getrauert und der Opfer gedacht. Dabei geht es aber vor allem darum, ein Zeichen zu setzen und vielleicht mit einem Statement seine Gesinnung kundzutun. Obwohl bei der Mehrheit der Online-Community Einigkeit über den Sinn dieser Trauerbekundungen zu herrschen scheint, werden immer mal wieder einzelne Stimmen von Menschen laut, die sich davon distanzieren.

Eine weitere wichtige Variante des Online-Trauerns liegt in den persönlichen Gedenkseiten für Verstorbene in speziellen Gedenkportalen. Nachdem zunächst einige Verlage begonnen hatten, die gedruckten Traueranzeigen ihrer Zeitungen ins Internet zu stellen, entwickelten sich schnell verschiedene Gedenkportale, deren Gedenkseiten weit mehr Inhalt boten als nur die biografischen Daten des Verstorbenen und einen Trauerspruch. So können je nach Portal zum Beispiel Fotos oder Musikstücke hochgeladen, Anekdoten oder wichtige Stationen aus dem Leben des Verstorbenen geschildert oder virtuelle Kerzen angezündet werden. In der Regel sind Gedenkseiten mit Kosten oder hohem Werbeaufkommen verbunden, dennoch erfreut sich dieses Angebot grundsätzlich wachsender Beliebtheit. Aufgrund der großen Nachfrage haben heute einige Bestatter bereits eigene Gedenkportale und bieten bei einem Bestattungsauftrag den Trauernden als besonderen Service eine kostenlose persönliche Gedenkseite für den Verstorbenen.

Gedenkseiten halten die Erinnerung lebendig

Ein großer Vorteil der Gedenkseiten liegt darin, dass jeder Verstorbene so wesentlich länger im Fokus der Aufmerksamkeit bleibt. Früher beklagten manche Angehörige, dass schon kurze Zeit nach der Bestattung in ihrer Wahrnehmung das Umfeld einfach wieder zur Tagesordnung überging und der Verstorbene vermeintlich in Vergessenheit geriet.

Gedenkseiten bieten so viele Möglichkeiten, gemeinsam die Erinnerung an ein vergangenes Leben wachzuhalten, den Verstorbenen zu ehren und den Angehörigen Trost zu spenden und Mut zuzusprechen. Die Freunde und Bekannten der Trauernden können auf diesem Weg ihre Anteilnahme ausdrücken, ohne Gefahr zu laufen, einen unpassenden Moment zu erwischen. Wer möchte, hat hier die Gelegenheit, ganz persönliche Abschiedsworte an den Verstorbenen zu richten. Die so geteilte Trauer und der häufig rege Austausch untereinander können für alle Beteiligten auch noch lange nach der Beisetzung eine wertvolle Hilfe sein.

Natürlich wird nicht jede Seite gleich häufig frequentiert und auch die Zahl der Kondolenzeinträge oder der angezündeten virtuellen Kerzen variiert sicher erheblich. Immerhin sind auch die Trauergemeinschaften von Trauerfall zu Trauerfall sehr unterschiedlich zusammengesetzt. Zudem sollte jeder sich jeder Nutzer darüber im Klaren sein, dass ein Eintrag auf einer Gedenkseite den wichtigen persönlichen Kontakt zu Trauernden nur ergänzen und niemals ersetzen kann. Dennoch ist das Online-Trauern und Online-Gedenken eine bedeutsame Errungenschaft der modernen Trauerkultur. Und sicher hilft es uns allen auch, unserer Endlichkeit ihre verdiente Beachtung zu schenken.

Cathrin Gawlista

Foto: Rapid Data

Hürth. In der fünften Generation führt die Familie Krisinger ein Bestattungsunternehmen in Hürth. Wie viele renommierte Bestattungsunternehmen hat der Familienbetrieb seine Wurzeln in einer Schreinerei. Dieter Krisinger übernahm 1994 von seinen Eltern das Unternehmen, seine Frau Dagmar Krisinger un­terstützt ihn seit 20 Jahren. Sohn Daniel Krisinger absolvierte im Familienunternehmen seine Ausbil­dung und ist geprüfte Bestattungs­fachkraft.

Natürlich schafft so viel Erfahrung im Bestattungs­wesen Vertrauen bei den Kunden. Sie wissen, dass sie mit Krisinger Bestattungen einen verlässlichen Begleiter in der Trauerzeit haben.
Vor kurzem wurde daher das Unternehmen mit dem Markenzeichen des Bundesverbandes Deut­scher Bestatter ausgezeichnet, mit dem der Firma Krisinger attestiert wird, dass sie hohe persönliche, fachliche und betriebliche Anforderungen bei der Beratung und Durchführung von Bestattungsdienst­leistungen erfüllt.
Diese Anforderungen werden nicht nur versprochen, sondern durch die Festlegung auf die europaweit einheitliche Norm DIN EN 15017 verbindlich zuge­sagt. Die Einhaltung dieser Standards wiederum wird durch unabhängige Prüfer der LGA lnterCert/TÜV Rheinland und regelmäßige interne Kontrollen verbürgt und gewährleistet. Das Unternehmen setzt auf Transparenz, Qualität und Aufklärung. Um Be­rührungsängste abzubauen, werden zum Beispiel Schulklassen empfangen, die sich im Religionsun­terricht mit dem Tod beschäftigen. So erfahren die Kinder und Jugendlichen, dass der Tod zum Leben dazugehört und kein „Tabuthema" ist. 

Für ein Schulprojekt der Hospizbewegung Rhein-Erft-Kreis gewährten wir 2013 einen Blick hinter die Kulissen:

Ein aktives Eintreten für mehr Offenheit im Umgang mit dem Tod gehört zu unserem Selbstverständnis. So mussten wir nicht lange überlegen, als wir im Herbst 2013 gefragt wurden, ob wir am Schulprojekt der Hospizbewegung im Rhein-Erft-Kreis mitwirken wollten.

Insgesamt rund 400 Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufen 8 bis 12, Gymnasiasten, Real- und Hauptschüler schwärmten aus, besuchten Menschen und Orte, bei denen Tod und Sterben zum Alltag gehören und trugen auch eigene Erlebnisse und Erfahrungen zusammen. Das Ergebnis ist ein spannendes, lebensnahes und berührendes Buch mit dem Titel „Bewusst leben – menschenwürdig sterben“ – und ab Seite 77 finden Sie ein ausführliches Interview mit Dieter und Dagmar Krisinger.

Gerd Felder (Hg.)
Bewusst leben – menschenwürdig sterben.
Ein Schulprojekt im Auftrag der Hospizbewegung im Rhein-Erft-Kreis.
135 Seiten / 9,80 €

Erhältlich ist das Buch in allen Hospizvereinen des Rhein-Erft-Kreises.

Einen Pressebericht zur Buchvorstellung finden Sie hier.